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Schäuble und Merkel machen weiter. Gnadenlos.

Nachdem man bis jetzt in der Datenschutz und Sicherheitsdiskusion fast nichts von Merkel gehört hat, mischt sie jetzt auch mit: Und zwar für die heimlichen Online-Beschnüffelungen von Unschuldigen. Meiner Meinung nach ist es nicht gerechtfertigt, irgendwelchen Leuten heimlich nach Gutdünken in die Daten zu schauen - das geht niemanden was an! Außerdem sind die technischen Grundlagen nach wie vor ungeklärt und für mich sieht es so aus, als würde sich auch keiner von denen, die solche Vorschläge machen, ernsthaft damit befassen.

Doch nicht nur heimliche Online-Durchsuchungen will Schäuble: Nein, jetzt kommt auch noch die gezielte Tötung von Terroristen. Na super. Da will man also einen Terrorist (wer weiß, ob der auch wirklich einer ist?) gezielt umlegen.

Ungeachtet der vielen, vielen Verletzungen der Freiheiten der Bürger stellt man sich immer noch die Frage: Gibt es in Deutschland Bedarf für solche Maßnahmen? Nein. Ich kenne nichts, was im Moment in Deutschland solche Maßnahmen rechtfertigen würde.

Ich frage mich manchmal, wie kreativ man eigentlich sein muss, um solche Überwachungsideen, wie sie Herr Schäuble hat, zu haben… :-)

Überwachung ist lebensnotwenig…

meint der Herr Schäuble. Meine ich nicht. Ich sehe schon, ein fast verdursteter Mann kommt aus der Wüste und statt “Ich brauche etwas zu Trinken”, sagt er: “Ich brauche Überwachung!”. Soviel zur Lebensnotwendigkeit.

Interessant ist auch ein Telepolis-Artikel, der sich die Frage stellt, ob Schäuble noch an den Folgen des Attentas im Oktober 1990 leidet.

Juhu! Vorratsdatenspeicherung für alle!

Jetzt freut sich auch noch die Musikindustrie über die Vorratsdatenspeicherung. Laut Golem werden jetzt die ersten Stimmen laut, die fordern, dass die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung auch für die Ermittlung nach Raubkopierern benutzt werden dürfen.

–Achtung, Ironie!–
Will jemand die gesamten Zugriffslogs meiner Webseite? Inklusive Mailadresse und Anschrift? Bitte bei mir melden!
–Ende Ironie–

Hackertools werden verboten

Wer war seinem Wireshark noch nie dankbar? Wer hat noch nie netstumbler benutzt? Und wer hat sich sein Windowspasswort noch nie per ophcrack verschafft? Ich denke, dass jeder, der etwas genauer über Computersicherheit bescheid wissen will, hat so ein Tool schonmal in den Fingern gehabt.

Doch ab jetzt ist Schluss damit: Hackertools werden verboten. Hacker? Moment, ich hab doch nichts böses gemacht? Naja, doch: Ich besitze so ein Tool.

Für mich mag das ja noch einigermaßen zu Verschmerzen sein, allerdings gibt es viele Sicherheitsfirmen, die diese Tools jeden Tag einsetzen, um Netzwerke nach Schwachstellen zu untersuchen. Und die Cracker wird es sicherlich nicht interessieren, ob diese Tools erlaubt sind oder nicht - ein Sicherheitsunternehmen schon eher.

Ich geh dann mal Hackertools löschen.

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