Notebook kaufen
Ich bin auf der Suche nach einem Notebook. Ja, nach einem Notebook. Nicht nach einem Schminkköfferchen. Leider geht der Trend eher zum Schminkköfferchen, weil die meisten Notebooks ein spiegelndes Display haben. Statt auf die normale, matte Oberfläche blickt man auf eine stark spiegelnde Oberfläche. Gerade bei Notebooks ist das mehr als nur blöd, denn diese Geräte sind in aller Regel sogar dafür ausgelegt, im Freien benutzt zu werden. Scheint nun die Sonne geschickt, sieht man alles, was hinter einem steht, aber auf keinen Fall das, was man gerade am Rechner schafft.
Deswegen fällt meine Wahl ganz klar auf ein Notebook mit mattem Display. Da mein örtlicher Lieblingscomputerhändler leider nur Notebooks mit Windows anbietet (außer einem Modell, das mir aber nicht ausreicht), muss ich wohl mit einem Versender vorlieb nehmen. Dells Ubuntu-Notebooks sehen zum Beispiel echt gut aus. Meine Wahl fiel auf ein Inspiron 1525 mit Dualcore, 2 GB RAM und 120 GB Festplatte. Soweit ein perfektes Notebook - zu einem erschwinglichen Preis.
Leider musste ich heute nun feststellen, dass Dell mit Ubuntu nur Schminkköfferchen verkauft. Alle zur Auswahl stehenden Displays des Ubuntu-Inspiron haben die so genannte “TrueLife”-Technologie. Das ist nichts anderes als ein spiegelndes Display in nette Worte verpackt. Wählt man allerdings ein Inspiron mit Windows, erhält man plötzlich ein Display ohne “TrueLife”.
Auch der Support meinte, Dell könne online für das Inspiron mit Ubuntu kein Display ohne “TrueLife” anbieten. Schade. Ich werde es irgendwann mal per Telefon probieren oder überprüfen, ob es immer noch möglich ist, das beigelegte Vista zurückzugeben.



AVGP schreibt
am 17. Juli 2008 um 1:52 Uhr:
Ja das leidige Problem mit Glanzdisplays. Ich frage mich auch schon länger, was der Müll soll? Ein Notebook ist immerhin primär zum Arbeiten unterwegs gedacht - gut, DTRs jetzt nicht unbedingt, da dürfen die Herrschaften gern auch einen Spiegel statt eines Displays einbauen, da ich mir so ein Teil nicht anschaffen werde xD
Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche, nach einem brauchbaren Gerät!
e2b schreibt
am 17. Juli 2008 um 13:50 Uhr:
Also das mit dem gespiegelten Displays hat den Hintergrund, dass dann die Benutzer ein größeres Farbspektrum wahrnehmen, was aber glaube ich größtenteils nur gefühlt ist.
Nun, ich habe gehört Dell bietet über die Bestellhotline manchmal bessere Features an und die Hotline ist ja sogar kostenlos.
Ach und es scheint mir als wäre Dell eh eine gute Wahl, den Acer gefällt mir nicht mehr so (außer vielleicht das dem Asus überlegene Netbook, aber das ist ja fast schon wieder so teuer wie ein Dell) und Lenovo (hat IBM-Notebooks übernommen) muss man ja nicht unbedingt nehmen.
Ach und ich glaube die Hersteller müssen die Software die du nicht willst wieder zurücknehmen, ich bin mir aber da nur bei einem Fall in Frankreich (OEM-Software + OS!) sicher und deswegen würde ich an deiner Stelle nochmal googlen, falls das die einzige Möglichkeit ist.
Nico schreibt
am 18. Juli 2008 um 12:44 Uhr:
Das ist mir auch absolut unerklärlich. In einem dunklen Zimmer könnte man vielleicht noch argumentieren, dass die Farben besser rauskommen (wie e2b schon anmerkte), aber bei einem Notebook, das im Freien eingesetzt wird… Wie du schon schreibst, totaler Blödsinn.
Genau, da werde ich mich mal ans Telefon hängen. Aber erst in den Ferien.
Ich kenne viele Menschen, die Dell-Notebooks/-Desktops nutzen und damit zufrieden sind. Ich glaube, da mache ich keinen Fehler.
AVGP schreibt
am 19. Juli 2008 um 23:34 Uhr:
Herstellertechnisch ist das sone Sache - schau dich mal nach den Meinungen zum Support um. Man sollte zwar hoffen, den nie in Anspruch nehmen zu müssen, wenn es aber mal soweit ist, stellt man böse Schwankungen in der Qualität des Helpdesks bei den unterschiedlichen Herstellern fest… Lenovo z.B. ist da ein Negativbeispiel: IBM war für den göttlichen Support berühmt, Lenovo hingegen scheint hier das Hauptsparpotenzial gesehen zu haben - Folge: Die Beschwerden über schlechten Lenovo-Support häufen sich extrem.
Dell scheint aber immer wenigstens das Mittelfeld zu besetzen, was den Support angeht - Acer ist meist recht gut dabei… und ich wundere mich über die weitverbreitete Meinung, dass Acer irgendwo in der Ramsch-Klasse liegt. Mein altes Acer-Travelmate läuft und läuft und läuft und glaubt mir, es hat viel mitgemacht
Nico schreibt
am 20. Juli 2008 um 14:29 Uhr:
@AVGP:
Hier in der Familie ist auch ein Acer-Notebook im Einsatz. Hardwaretechnisch macht es einen guten Eindruck, allerdings ist das Windows derart zugemüllt mit irgendwelchen Tools, das es die Anweisung zum Herunterfahren stehts mit einer Fehlermeldung quittiert und so lange angeschaltet bleibt, bis man sie weggeklickt hat. Auf die Schnelle habe ich bei Acer auch kein Notebook ohne Windows gefunden, ich muss also wohl oder übel - wenn überhaupt möglich - die Rückgabe-Prozedur durchmachen.
Lenovo/IBM ist mir dann doch etwas zu teuer. Ich bin schließlich Schüler und muss mit dem Geld auskommen, das ich mir so nebenbei verdiene.
Ich kenne jemanden, der Dell schon länger im Büro einsetzt (Dell-Server sowie mehrere Notebook-Clients) und absolut zufrieden ist.
Vielen Dank für deine fachkundige Beratung! Jetzt heißt es aber erst einmal Geld sparen, bis ich mir dan Teil kaufen kann.
Dell-Notebooks und das spiegelnde Display › you know schreibt
am 21. Juli 2008 um 16:31 Uhr:
[...] habe ich mich wieder an meinen Notebook-Kauf gemacht. Dazu habe ich nocheinmal bei einem örtlichen Händler vorbeigeschaut, um ihn [...]
AVGP schreibt
am 21. Juli 2008 um 23:14 Uhr:
Nur um das festzuhalten: IBM war geil, Lenovo ist es NICHT. Der Support soll (zumindest im Vergleich zum göttlichen IBM-Support) armselig³ sein, heißt es von vielen enttäuschten Kunden.
Inwieweit sich die Sparwut des neuen Inhabers der ehemals wohl besten Notebooksparte auch auf die Qualität des Notebooks selbst ausgewirkt hat, ist mir dabei nicht bekannt. Also zu Lenovo würde ich so oder so nicht mehr raten.